Einige Beschwerdebilder entstehen im Zusammenhang mit Medikamenten oder nach bestimmten Infektionserkrankungen. Das IMA nimmt diese Syndrome ernst, ordnet sie wissenschaftlich ein und grenzt sie differenziert voneinander ab.
Das Post-Finasterid-Syndrom (PFS) beschreibt ein Spektrum persistierender sexueller, neuropsychiatrischer und somatischer Symptome, die nach Absetzen von Finasterid auftreten und über den erwarteten pharmakologischen Wirkzeitraum hinaus anhalten können.
Persistierende Beschwerden nach SARS-CoV-2-Infektion (Long COVID / Post-COVID-Syndrom) sowie nach COVID-19-Impfungen (Post-Vac-Syndrom) stellen eine wachsende medizinische Herausforderung dar
Persistierende Erschöpfungs- und Belastungssymptome können unterschiedliche Ursachen haben. Eine klare Differenzierung ist medizinisch entscheidend, um Fehlzuordnungen, Über- oder Unterdiagnostik zu vermeiden.
Das Post-SSRI-Syndrom (PSSD) beschreibt persistierende sexuelle Funktionsstörungen, die nach Absetzen selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) fortbestehen können.